Reisebedingungen - Ferienfreizeiten

1. Vertragsabschluss

Mit der Anmeldung bietet der Anmelder dem Veranstalter den Abschluss eines Vertrages über die Teilnahme an einer Freizeit verbindlich an. Bei Teilnehmern unter 18 Jahren oder bei Teilnehmern, für die ein rechtlich bestellter Betreuer bestellt ist, ist die Anmeldung vom jeweils Berechtigten mit zu unterschreiben. Der Vertrag kommt erst mit der schriftlichen Bestätigung durch den Veranstalter und dem Eingang der darauf genannten Anzahlung zustande.

2. Bezahlung

Nach Empfang der Teilnahmebestätigung, die als Rechnung gilt, ist die Anzahlung in Höhe von 20 % des Reisepreises innerhalb von 14 Tagen zu leisten. Der restliche Reisepreis ist bis spätestens 30 Tage vor Reisebeginn vollständig zu zahlen. 

Anträge auf Zahlung Dritter (z.B. Pflegeversicherung, Sozialamt...) sind vom Teilnehmer selbst zu stellen. Ein Aufschub bzw. eine Modifizierung der Zahlung kann nur im Einzelfall und schriftlich vereinbart werden. Falls der Betrag nicht oder nicht vollständig eingegangen ist, hat der Veranstalter das Recht, dem Teilnehmer zur vollständigen Begleichung eine angemessene Nachfrist zu setzen. Spätestens mit fruchtlosem Ablauf dieser Frist ist der Veranstalter berechtigt, die Freizeit mit einem anderen Teilnehmer zu besetzen.

Der Teilnehmer erklärt sich damit einverstanden, dass ein Überschuss von unter 10 Euro / Teilnehmer nach endgültiger Abrechnung der Freizeit nicht zurückgezahlt wird.

3. Leistungen

Der Umfang der vertraglichen Leistungen ist in den Freizeitausschreibungen sowie auf den hierauf Bezug nehmenden Angaben in der Teilnahmebestätigung beschrieben. Dabei handelt es sich jedoch nicht um zugesicherte Eigenschaften der Reisen. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistung verändern, bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der ausdrücklichen Bestätigung durch den Veranstalter.

4. Rücktritt des Teilnehmers

Der Teilnehmer kann jederzeit vor Beginn der Reise zurücktreten. Der Teilnehmer hat den Rücktritt gegenüber dem Veranstalter schriftlich zu erklären. Maßgebend für den Rücktrittszeitpunkt ist der Eingang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter. Tritt der Teilnehmer vom Vertrag zurück - oder tritt er ohne vom Vertrag zurückzutreten - die Reise nicht an, so kann der Veranstalter angemessenen Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen.

Dieser Ersatzanspruch beträgt -

bei einem Rücktritt zwischen dem 42. und 22. Tag vor der Freizeit 25 % des Reisepreises,

bei einem Rücktritt zwischen dem 21. Tag und dem 1. Tag vor der Freizeit 50 % des Reisepreises

bei einem Rücktritt am Abreisetag 100 % des Reisepreises.

Tritt der Teilnehmer mehr als 42 Tage vor dem Freizeitbeginn zurück oder lässt er sich mit Zustimmung des Veranstalters durch eine geeignete Ersatzperson vertreten, so wird eine Verwaltungsgebühr von 50,00 Euro erhoben.

Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung wird grundsätzlich empfohlen.

5. Rücktritt und Kündigung durch den Veranstalter

Der Veranstalter kann in folgenden Fällen vor Antritt der Freizeit vom Vertrag zurücktreten oder nach Antritt der Freizeit kündigen:

a) Ohne Einhaltung einer Frist, wenn der Teilnehmer die Durchführung der Freizeit ungeachtet einer Abmahnung des Veranstalters nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Die Kosten einer in diesem Falle vorzeitigen Heimfahrt, einschließlich der Kosten für eine notwendige Begleitperson sind vom Teilnehmer zu tragen.

b) Bis spätestens am 21. Tag vor Reiseantritt bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen oder behördlich festgelegten Mindestteilnehmerzahl. Der Teilnehmer erhält in diesem Falle den eingezahlten Eigenanteil unverzüglich zurück.

6. Haftung

Der Veranstalter haftet für die

- gewissenhafte Freizeitvorbereitung,- sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger, - ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Freizeitleistungen entsprechend der Ortsüblichkeiten des jeweiligen Zielortes und -landes. Die Haftung des Veranstalters ist mit Ausnahme der Ansprüche aus unerlaubter Handlung begrenzt auf den dreifachen Reisepreis

a) soweit ein Schaden des Teilnehmers weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder b) soweit der Veranstalter für einen dem Teilnehmer entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden, auch dann nicht, wenn die örtliche Freizeitleitung an diesen Veranstaltungen teilnimmt. Ein Anspruch auf Schadensersatz gegen den Veranstalter ist ausgeschlossen oder beschränkt, soweit aufgrund gesetzlicher Vorschriften, die auf die vom Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, dessen Haftung ebenfalls ausgeschlossen oder beschränkt ist. Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung gegen den Veranstalter sind ausgeschlossen, sofern der Schaden vom Veranstalter oder von einem seiner Erfüllungs- oder Verrichtungsgehilfen weder vorsätzlich noch grob fahrlässig verursacht wurde.

7. Mitwirkungspflicht

Der Teilnehmer ist verpflichtet, bei eventuell auftretenden Leistungsstörungen alles ihm Zumutbare zu tun, um zu einer Behebung der Störung beizutragen und eventuell entstehenden Schaden gering zu halten. Der Teilnehmer ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Freizeitleitung anzuzeigen, um dieser Gelegenheit zur Abhilfe zu geben. Unterlässt es der Teilnehmer, einen Mangel anzuzeigen, sind jegliche Gewährleistungsansprüche des Teilnehmers ausgeschlossen.

8. Ausweispapiere und Devisen

Für die Einhaltung der jeweiligen gültigen Pass-, Visa-, Zoll- und Impfbestimmungen ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Sollte er beim Grenzübertritt wegen ungültiger Ausweispapiere zurückgewiesen werden, so hat er keinen Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreises. Eventuelle Rückreisekosten gehen zu seinen Lasten. Die Rechtsbeziehung zwischen dem Freizeitveranstalter und dem Teilnehmer richtet sich nach deutschem Recht. Maßgeblich für den Erfüllungsort und den Gerichtsstand ist der Sitz des Veranstalters. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Vertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Vertrages zur Folge.

Stand: Februar 2017