"Individuelle Grenzen sind verschiebbar"

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Pfarrer Rainer Schmidt machte sich für Grenzüberschreitungen stark

Zweimal im Jahr kommen die rund 80 Mitarbeitenden der Diakonie An Sieg und Rhein zum Austausch über aktuelle Entwicklungen und Möglichkeiten der Sozialarbeit zusammen. Treffpunkt war in dieses Mal das neue Evangelische Zentrum für Diakonie und Bildung ZEITRAUM mitten in Siegburg. Auf Einladung von Geschäftsführer Jürgen Schweitzer hielt Rainer Schmidt, Pfarrer, Kabarettist und Paralympicssieger im Tischtennis, einen mitreißenden Vortrag zum Thema Inklusion. Pfarrer Schmidt legte überzeugend dar, wie man an seinen eigenen Grenzen wachsen und Unmöglichkeiten überwinden kann.

Humorvoll und mit einer großen Portion Selbstironie beeindruckte Schmidt, der ohne Unterarme und einem verkürzten Oberschenkel geboren wurde, die Mitarbeitenden der Diakonie. Anhand der Mosesgeschichte zeigte er, dass jeder Einwand, etwas nicht zu können, nicht zu schaffen, nicht würdig zu sein, eigentlich nur Vorwände dafür sind, sich zu verstecken oder sich zu drücken und die eigenen Grenzen zu fürchten. „Der Mensch darf nicht über seine Einschränkungen definiert werden“, lautet einer der Leitsätze von Pfarrer Schmidt. Er machte auch den Diakonie-Mitarbeitenden Mut, nicht an den jeweiligen individuellen Grenzen stehen zu bleiben. Humorvoll und mit Gottvertrauen seien Grenzen verschiebbar.

Wer Schmidt selbst erleben möchte, dem sei sein Vortrag empfohlen, den er auf der diesjährigen Landessynode gehalten hat.

Thema: Inklusion ist vor allem eine Herzensangelegenheit