Berührender Abschied nach 25 Jahren

Ein großes Bild, voller bunter Fingerabdrücke der Schüler. Das war eines der vielen Geschenke und Erinnerungsstücke, die Pfarrer Paul Zenner bei seinem Abschied von der Pfarrstelle für Behindertenarbeit überreicht wurde. Die Fingerabdrücke bilden eine Herzfigur ab - eine Erfindung des kreativen Pfarrers, mit der er Schülern, aber auch Eltern und Lehrern hilft, Gefühle zu verstehen und in ihr Leben zu integrieren.
Beim großen Abschieds-Schulgottesdienst in der Kirche der Steyler Missionare in Sankt Augustin, gegenüber der Frida-Kahlo-Schule, in der Paul Zenner seit 1994 wirkte, legte der Pfarrer seinen Talar ab - "damit ist jetzt Schluss!", und sprach über die vielen Erfahrungen und Erlebnisse seiner Zeit in Schule und Behindertenarbeit. Auch hier spielten die acht Grundgefühle und ihre Farben eine Rolle - und ein neuntes Gefühl mit der Farbe Gold. "Das ist die Seelen-Seligkeit", erklärte Zenner mit Bezug auf den 1. Petrusbrief. "Sie ist das Gefühl, das alle anderen durchzieht, erhellt und Gottes Nähe spürbar macht."

Superintendentin Almut van Niekerk entpflichtete den Geistlichen schließlich auch offiziell.
Schüler und Eltern, Mitarbeiter und Lehrer verabschiedeten sich anschließend bei einem Empfang in der Turnhalle der Schule mit persönlichen Worten. Man spürte die enge Verbindung, die bei der intensiven Arbeit im Laufe der Jahre entstanden ist. Ein Tag des Abschieds, aber auch der Dankbarkeit für 25 Jahre Einsatz in einem anspruchsvollen und bewegenden Arbeitsfeld.